Kognitive Verhaltenstherapie 

 

Ich arbeite nach der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), einer wissenschaftlich fundierten, von den Krankenkassen anerkannten Behandlungsmethode. 

  

Grundannahme der KVT ist, dass menschliches Erleben und Verhalten sowie viele körperliche Reaktionen weitestgehend erlernt sind.

   

Hierzu ein typisches Beispiel aus der Praxis: 

 

Frau M. hatte in der voll besetzten U-Bahn einen Kreislaufkollaps. Sie erlebte diese Situation insbesondere aufgrund der wahrgenommenen Hilflosigkeit als massiv belastend. Seither vermeidet sie Fahrten mit der U-Bahn. 

 

  • Gedankliche Ebene: Alleine die Überlegung, erneut U-Bahn zu fahren, geht mit dem Gedanken einher, dass wieder gesundheitliche Probleme, denen sie vollkommen hilflos ausgeliefert wäre, eintreten könnten.
  • Gefühlsebene:  Frau M. verspürt große Angst. 
  • Verhalten: Frau M. vermeidet von nun an jegliche Fahrt mit der U-Bahn.
  • Körper: Der Versuch von Frau M, erneut eine U-Bahn aufzusuchen, führt aufgrund der erworbenen Angst zu körperlichen Reaktionen, wie Herzklopfen, Mundtrockenheit, Schwitzen und Zittern.

 

In dem zuvor aufgeführten Beispiel wurde die Beeinflussbarkeit von menschlichem Erleben, Verhalten und verschiedener körperlicher Zustände durch Lernprozesse dargestellt. Erweisen sich Erleben, Verhalten oder körperliche Reaktionen als beeinträchtigend oder problematisch, so können sie verändert werden.

 

Noch einmal zu Frau M.:

Ihre Entscheidung, U-Bahn-Fahren zu vermeiden, kann eine für sie eine gute Lösung sein, wenn (!) sie sich dadurch nicht beeinträchtigt fühlt.

 

Problematisch wird die Sache unter anderem dann, wenn Alternativen zur U-Bahn für Frau M. mit spürbaren Nachteilen einhergehen, wie z.B. 

  •  erhöhtem zeitlichem oder finanziellem Aufwand, so dass ihr Verhalten zu erheblichen Einschränkungen für sie führt 
  •  Frau M. letztlich weniger die Umstände der U-Bahn-Fahrt als reale Gefahr sieht als vielmehr die „Angst vor der Angst“ fürchtet
  •  Frau M. sich zunehmend auch an anderen öffentlichen Orten unsicher und ängstlich fühlt 
  •  Frau M. sich aufgrund ihrer Angst schämt, traurig und niedergeschlagen ist

 

Kognitive Verhaltenstherapie beinhaltet ein breites Spektrum  therapeutischer  Methoden, die  an den verschiedenen  Ebenen des Erlebens und Verhaltens konkret und alltagsnah  ansetzen. Unter Berücksichtigung der individuellen Lebens- und Lerngeschichte liegt der Fokus auf dem "Hier und Jetzt".

 

Dabei ist die Auswahl der einzelnen Methoden abhängig vom jeweiligen Störungsbild und den Therapiezielen des Patienten und es bieten sich Schwerpunktesetzungen auf den verschiedenen Ebenen an.

  • Gedankliche Ebene: Herausarbeitung und Veränderung bisher hinderlicher Grundeinstellungen und Überzeugungen 
  • Gefühlsebene: Emotions- und erlebnisfokussierende Verfahren
  • Verhalten: Problemspezifische Trainings und Übungen zur Verhaltensänderung
  • Körper: Methoden zur Körperwahrnehmung und Entspannung

 

  

Neben der individuellen Abstimmung auf Sie und Ihre aktuelle Situation ist maximale Transparenz ein weiterer zentraler Bestandteil der Verhaltenstherapie. Sie werden über die Ergebnisse der Diagnostik, über den individuellen Behandlungsplan und jeden daraus resultierenden Behandlungsschritt umfassend und verständlich informiert. So werden Sie zum Experten in eigener Sache.

 

 

 

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